Gewöhnliche Vogelmiere

lat. Bezeichnung: Stellaria media

Volksnamen: Sternenkraut, Hühnerabbiss, Hühnerdarm, Kanarienvögelkraut, Mäusedarm, Meier, Vögelichrut, Vogel-Sternmiere

Sammelzeit: Frühling

verwendete Teile: gesamte Kraut

Inhaltsstoffe: Vitamine, Saponine, Flavonoide, Cumarine, Mineralstoffe v.a. Kalium, Oxalsäure, Schleim, Zink, Gerbstoffe, ätherische Öle

Eigenschaften: hustenstillend, harntreibend, schleimlösend, auflösend, antiviral, zusammenziehend

 

Gesammelt werden alle oberirdischen Teile der Pflanze. Seit der Jungsteinzeit ist die Vogelmiere in Europa heimisch und gilt als Archäophyt, als Urpflanze. Wahrscheinlich war sie schon für den Neandertaler ein wichtiges Kraut. Sie enthält viele wichtige Vitamine und Mineralien. So liefern schon 150 Gramm den Tagesbedarf an Vitamin C, Eisen und Kalium. Vogelmiere schmeckt angenehm nussig und mild würzig. Sie kann gekocht oder roh gegessen werden und lässt sich zu fast allen Gerichten verarbeiten.
 

Vogelmiere für die Gesundheit

Als Heilpflanze hat sie Pfarrer Kneipp neu entdeckt. Er betonte besonders ihre schleimlösende und verdauungsfördernde Wirkung und empfahl sie für die Zeit der Genesung (Rekonvaleszenz). In Japan zählt die Vogelmiere zu den sieben Wildkräutern, die dort zum traditionellen Frühlingsreis gereicht werden. Einfrieren oder Trocknen erübrigen sich, da es Vogelmiere das ganze Jahr frisch gibt. Bei den Sommerpflanzen ist es günstig, die Stängel in mundgerechte Stücke zu zerschneiden, um den etwas zähen Faden im Innern (der Stängel) zu zerteilen oder einfach nur die kleinen Blättchen pflücken

 

Tee - innerlich

Als Tee kann die Vogelmiere, getrocknet oder frisch, zur Anregung des Stoffwechsels dienen, um rheumatische Beschwerden zu lindern und Frühjahrskuren zu unterstützen.

Auch gegen Erkrankungen der Atemwege wird Vogelmierentee getrunken. Er wirkt schleimlösend und hilft daher gegen Husten und Bronchitis.

 

Tee - äusserlich

Äusserlich als Waschung, Umschlag oder Bad eingesetzt, kann Vogelmieren-Tee gegen viele Arten von Hautproblemen eingesetzt werden. Er hilft bei Juckreiz und Ekzemen Sogar bei der hartnäckigen Schuppenflechte kann man die Vogelmiere versuchen. Aber auch schlecht heilende Wunden, Geschwüre und Abszesse können mit Vogelmieren-Umschlägen behandelt werden. Hierzu bieten sich auch Breiumschläge mit dem zerquetschten frischen Kraut an.

Umschläge mit Vogelmieren-Tee kann man auch gegen Leberbeschwerden äußerlich als Leberwickel auflegen.

Gerstenkörner kann man durch Kompressen mit Vogelmierentee behandeln.

 

Salben

Schon im Mittelalter wurde traditionell eine Salbe aus der Vogelmiere und Schmalz zubereitet. Diese Salbe kann gegen die oben genannte Hauterkrankungen angewendet werden.

 

 

Omelett

8 Eier
4 EL Kräuter zum Würzen, Salz, Pfeffer
4 EL geriebener Käse
1 Hand voll gehackte Vogelmiere
Butter für die Pfanne
Eier schaumig schlagen, Kräuter dazu geben, salzen und pfeffern. Butter in Pfanne schmelzen, Eiermasse hinein geben, Vogelmiere und Käse darüber streuen. Nach dem Stocken zusammenklappen und servieren.

 

Apfel - Vogelmiere - Salat

Handvoll

Vogelmiere (im Frühjahr frisch gesammelt)

 

Äpfel, fein säuerlich

 

Zwiebel(n)

 

EL

Senf

 

EL

Zitronensaft

 

EL

Öl

Zubereitung

Äpfel würfeln, mit Vogelmiere vermengen und mit einer Remoulade aus Öl, Senf, Zitronensaft und der zerkleinerten Zwiebel anrichten.

 

Vogelmiere-Sahnejoghurt

1 Hand voll Vogelmiere
4 EL andere Kräuter oder Lauch
1 Becher Creme fraiche oder Sauerrahm
1 Becher Bio-Joghurt
2-3 EL Olivenöl
1 Zwiebel oder Schalotte
Knoblauchzehen, Pfeffer, Salz
Créme fraiche, Joghurt, Olivenöl mit Schneebesen oder Mixer cremig schlagen, fein gewürfelte Zwiebel, gepresste Knoblauchzehen dazu geben, gehackte Kräuter darunter heben, pfeffern und salzen. Dazu Pellkartoffel oder Ofenkartoffel oder getoastetes Schwarzbrot reichen.