
wissenschaftlicher Name: Hieracium pilosella
volkstümliche Namen: Felsenblümeli, Langhaariges Habichtskraut, Kleines Mauseohr, Mausröhrchen, Mausohr-Habichtskraut, Nagelkraut
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoff, Flavone, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Schleim, Umbelliferon
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut (die Pflanze am Wurzelhals abschneiden und die gelben Blätter entfernen)
Sammelzeit: Mai bis Oktober
Ist das Habichtskraut schon als Pflanze eher unbekannt, so ist seine Heilwirkung noch unbekannter.
Das Habichtskraut ist auf trockenen Wiesen, in Waldlichtungen und an Feldrändern zu finden. Von Ferne ähnelt das Habichtskraut dem Löwenzahn, doch wenn man näher kommt, sieht man die anders geformten Blätter und raueren Stängel.
Das mehrjährige Kraut gehört zur Familie der Korbblütler, zu der auch Kamille, Ringelblume und Löwenzahn, mit dem es leicht zu verwechseln ist, gehören.
Es kann bis zu 30 cm hoch werden. Am Boden bildet das Habichtskraut eine Blattrosette mit lanzettförmigen Blättern. Auf der Unterseite sind die Blätter weißfilzig und oben hellgrün mit vereinzelten Borsten.
Auf den kahlen Stängeln blühen zwischen Mai und Oktober gelbe Blüten, die denen des Löwenzahns stark ähneln. Nur sind sie etwas kleiner.
AnwendungDurch die zusammenziehenden und entzündungswidrigen Eigenschaften des Habichtskraut kann man es sehr gut als Tee zum Spülen, Gurgeln und Trinken gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum verwenden.
Bei Hautentzündungen trinkt man über 4 Wochen jeweils 3 Tassen Tee
Gegen Durchfall kann man den Habichtskraut-Tee anwenden. Die traditionelle Naturheilkunde verwendet das Habichtskraut außerdem gegen andere Beschwerden des Verdauungsapparates sowie zur Herzstärkung und gegen Wasseransammlungen.
Anwendungsmöglichkeiten im Überblick: Rachenentzündung, Halsentzündung, Mundschleimhautentzündungen, Darmschleimhautentzündung, Durchfall, Leberbeschwerden, Magenschleimhautentzündung, Blasensteine, Nierensteine, Herzschwäche, Kreislauferkrankungen, Wassersucht, Ödeme, Stärkung der Sehkraft, Menstruationsbeschwerden
Traditionell gilt das Habichtskraut als die Augen stärkend und es soll die Sehkraft verbessern. So sollen die Habichte dem Habichtskraut ihre scharfen Augen verdanken, was der Pflanze ihren Namen eingebracht hat.
Für
einen Tee
übergießt man 2 gehäufte Teelöffel Habichtskraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser
und lässt diesen Tee 10 Minuten ziehen. Der Tee wird ungesüßt 2x täglich eine
Tasse getrunken. Dieser Tee wird auch für Mund- oder Augenspülungen verwendet.
Dieser Tee etwas stärker zubereitet soll auch, lauwarm in die Ohren geträufelt,
gegen Ohrensausen und Ohrenschmerzen helfen.
In Dänemark dient das Habichtkraut als milder Marihuanaersatz.