Dorn-Hauhechel
lat. Bezeichnung: Ononsis spinosa
Volksnamen: Harnkraut, Heudorn, Stachelkraut, Großmausohrwurzel, Magenputzer, Ochsenbrech, Weiberkrieg, Weiberzorn, Hohachl, Hechelkraut
Blütezeit: Juni bis September
Sammelgut: Wurzel
Sammelzeit: März bis April, September bis Oktober
Wirkstoffe: Hauptwirkstoff: ätherisches Öl, Nebenstoffe sind Gerbstoffe, Naturharz, Glykoside und Orocol, Flavonoide
Wirkung: diuretisch (harntreibend), drüsenanregend, verdauungsfördernd, wundheilend, antibakteriell, blutreinigend
Verwendung: Blasenentzündung und Nierensteine, Lymphstauungen, Bronchialkatarrhe, Rheumatismus, Stuhlträgheit, schlecht heilende Wunden, Hauterkrankungen, harnsaure Diathese
Zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Als Durchspülung zur Vorbeugung und Behandlung von Nierengrieß.
Besondere Hinweise:
Auf reichliche Flüssigkeitszufuhr ist zu achten.
Keine Durchspülungstherapie bei Ödemen infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit!
Lagerung: Die Wurzel wird gewaschen und in ungefähr 5 cm lange Stücke geschnitten. anschließend schnell in einem geheiztem Raum getrocknet und in Säckchen gelagert.
Hauhecheltee2 gehäufte Tl geschnittene Wurzel werden mit 1/4l kochendem Wasser übergossen und an warmem Ort ½h lang ausgezogen. 2 Tassen/d sind ausreichend.
Dieser Tee soll nur wenige Tage getrunken werden, da die Wirkung rasch nachläßt. Nach einer Pause von mehreren Tagen kann die Therapie fortgesetzt werden.
Äußerlich ist der Aufguss aus dem Kraut ein auflösendes Mittel bei Halsleiden, man gurgelt oder macht Umschläge damit.
Der Wurzelaufguss ist ein hervorragendes Mundwasser bei leicht blutendem und entzündetem Zahnfleisch. Bei Zahnweh eine Hauhechelwurzel im Mund behalten.