Volksnamen: Bierhopfen, Wilder Hopfen
Hopfen (botanisch Humulus) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hanfgewächse, seine Wirkstoffe sind psychoaktiv. Er enthält unter anderem Phytoöstrogene, also Wirkstoffe, die dem Östrogen ähnlich sind und bei Wechseljahresbeschwerden helfen sollen. Allgemein gilt Hopfen als beruhigend. Verwendung findet Hopfen aber hauptsächlich bei der Bierherstellung.
Inhaltsstoffe:
Hopfenfrüchte enthalten 15 bis 30% Harz und etwa 0,14 % ätherisches Öl, die Drüsen etwa 80 % Harz und l bis 3 % ätherisches Öl. Hauptbestandteil der Harzfraktion mit 50 % sind die a-Hop-fenbittersäuren Humulon, Cohumulon und Adhumulon sowie die ß-Hopfenbittersäure Lupulon; weiterhin sind etwa 10% Xanthohumol enthalten.
Anwendung:
Appetitanregend, Schlaf fördernd, beruhigend, antibakteriell, Menstruation fördernd. Hopfen soll Stoffe enthalten, die den körpereigenen Östrogenen des Menschen ähnlich sind. Sie wirken ähnlich, jedoch sehr viel schwächer.
Die Droge wird als mildes Einschlaf- und Beruhigungsmittel, bei nervösen Magenbeschwerden, durch die hormonelle Komponente sexuell dämpfend beim Mann (das erklärt auch warum mit Biertrinkermännern im Bett meist nicht mehr viel läuft), Regel fördernd bei der Frau und gelegentlich als harntreibendes Mittel verordnet. Die Wirkstoffe dienen als aromatisierender und konservierender Zusatz zum Bier.
Der Aufguss der Fruchtzapfen (10 g auf ½ l Wasser) wirkt fiebersenkend, harn- und schweißtreibend. Das in den Zapfen enthaltende Hopfenmehl dient bei Blasen- und Harnröhrenentzündungen und schmerzhafter Gliedersteifheit. Man gibt hier abends 1 Messerspitze voll Hopfenmehl mit gleichen Teilen Zucker gemischt.
Auch ein Hopfenbad wirkt beruhigend: Übergießen Sie dazu 100 g Hopfenzapfen mit 2 L heißem Wasser, 30 min ziehen lassen. Abseihen und in das Badewasser geben.
Auch ein Hopfenkissen ist möglich: Füllen sie eine kleine Kissenhülle mit Zapfen und legen sie das Kissen neben Ihr Kopfkissen. Der ausströmende Duft des Lupulons wird Sie traumhaft schlafen lassen.
Die weiblichen Zapfen sind wegen ihres Östrogengehalts in vielen Hautcremes enthalten.
Hopfenzapfen sind in vielen Nerven- und Schlaftees enthalten. Auch sind sie Bestandteil vieler Fertigarzneimittel aus der Gruppe der Beruhigungsmittel. Die Kombination von Hopfen mit anderen beruhigend wirkenden Pflanzen, z.B. Baldrian, Johanniskraut oder Melisse kann sinnvoll sein.
Sehr junge Hopfensprosse gelten als delikates Feingemüse. In Salzwasser gekocht schmecken sie ähnlich wie Spargel.
Nebenwirkungen:
Frische Hopfenfrüchte können Erbrechen, Schlafsucht, Schweißausbrüche, Erregungszustände, Hauterkrankungen und die Hopfenpflückerinnenkrankheit hervorrufen.
Anmerkung:
Was nicht herauszufinden war ist, ob die Hopfenpflückerinnen eine Hautkrankheit, eine Schlafkrankheit oder Impotenz ist. Eine Informationsquelle sagt dass wegen der Gefahr der Impotenz beim Pflücken Frauen eingesetzt wurden eine Andere besagt es sei eine Hautkrankheit die durch den Hautkontakt mit Hopfen auftreten kann. Noch eine Informationsquelle sagt, die Hopfenkrankheit ginge mit starker Schläfrigkeit einher.
Alle Arten von Hopfen sind Kletterpflanzen. Die hiesigen Pflanzen sind mehrjährig und können bis zu fünfzig Jahre alt werden. Der japanische Hopfen ist einjährig. Die Pflanze windet sich im Uhrzeigersinn und wächst bis zu dreißig Zentimeter in 24 Stunden.
Die Hauptanbaugebiete für Hopfen in Deutschland (25% des Weltanbaues!) finden sich in der Hallertau und um Tettnang.
Die Gattung enthält die Arten:
* Echter Hopfen, die beim Bierbrauen benutzt wird, und
* Japanischer Hopfen
Geschichtliches:
In Mitteleuropa wird Hopfen schon seit dem 8. Jahrhundert wegen des aromatischen Geschmackes der weiblichen Blütenstände ("Hopfendolden") und ihrer Verwendung in der Bierbrauerei (stets nur die weibliche Pflanze) an zahlreichen Orten angebaut
Hinweis: Dieses Rezept existiert zwar, kann aber beim Mann nicht so recht nicht funktionieren, weil Hopfen die sexuelle Lust des Mannes eindämmt und nicht steigert.
30 g Hopfen
500 ml Wasser
1 Teelöffel Honig
Man übergießt den Hopfen mit dem kochenden Wasser, lässt 15 Minuten ziehen und seiht ab. Eine Stunde vor jeder Mahlzeit trinkt man folgende Mischung: 1 Teelöffel Honig in ein Weinglas geben und mit Hopfenwasser auffüllen.
Sicherheitshinweise:
Überdosierung von Hopfen kann zu Schläfrigkeit oder zu Menstruationsstörungen führen.
4 Frühlingszwiebeln
200 g Tomaten, getrocknete, in Öl eingelegt
50 g Blüten - vom Hopfen
Öl (Olivenöl)
Kräutersalz
Pfeffer
Die Zwiebeln im Öl dünsten. Die Tomaten klein schneiden und mit in die Pfanne geben. Zusammen mit dem Hopfen ca. 10 Minuten anbraten. Aber nicht schwarz werden lassen! Beliebig mit dem Kräutersalz und dem Pfeffer würzen. Das Gericht ist sehr schnell zubereitet und schmeckt hervorragend auf weißem Brot! Den Hopfen hat man evtl. zu Hause angepflanzt. Vielleicht bekommt man diesen auch im Geschäft zu kaufen. Nur die neuen Sprossen abschneiden. Die Blätter werden nicht dazu verwendet!
Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Honiggetränk (Medok)
250 Gramm Honig
2 Liter ; Wasser (1)
5 Gramm Hopfen
500 ml ; Wasser (2)
3 1/2 Liter ; Wasser (3)
10 Gramm Hefe
1 Kardamomkapsel; gemahlen
1 Tl. karamellisierter Zucker
Beachten: 2-3 Tage vorher beginnen.
Den Honig in Wasser (1) kochen, dabei den Schaum ständig abschöpfen.
Den Hopfen 10 bis 15 Minuten Wasser (2) kochen. In das Honigwasser gießen. Wasser (3) aufkochen und ebenfalls dazugießen. Abkühlen lassen. Die Hefe, den Kardamom und den Zucker beifügen.
Das Gefäß mit Mull abdecken und zwei bis drei Tage zum Gären in einen kühlen Raum mit einer Temperatur zwischen 8 oC und 10 oC stellen. Tritt auf der Oberfläche Schaum auf, diesen abschöpfen und die Flüssigkeit durchseihen.
Den Medok sofort trinken oder in Sektflaschen abfüllen.
Bemerkung: Nicht länger als zwei Wochen lagern.
150 g frische Hopfenzapfen
1 L Wodka
Beide Zutaten in ein weithalsiges Glas mit Schraubverschluss füllen und für ca. 8 Wochen in die Sonne auf die Fensterbank stellen. Öfters schütteln. Nach dieser Zeit den Ansatz mit warmem flüssigem Honig nach Geschmack nachsüßen und in saubere kleine Fläschchen füllen.
Der zartbitter schmeckende Likör muss mindestens 6 Monate reifen.
150 Gramm Hopfensprossen
1 Vanilleschote längs aufgeschnitten
1 Zitrone; Schale dünn abgeschält
300 Gramm Kandiszucker
1 Liter Alkohol, 40 Vol-o/o
Die Hopfensprossen mit der Vanilleschote, der Zitronenschale und dem Kandiszucker in ein Einmachglas geben. Mit dem Alkohol auffüllen und verschlossen etwa 10 Tage an die Sonne stellen. Danach den Likör abseihen, in Flaschen abfüllen und verschließen.
200 g frische Triebe und Blätter Hopfen
50 g Butter
½ L Gemüsebrühe
2 Zwiebeln, fein gehackt
250 ml Sahne
2 Tl Mehl
ger. Muskatnuss
Salz, Pfeffer
1 El Zucker
nach Geschmack frisches Basilikum zum Abschmecken
Die Butter in einem Topf zum Schmelzen bringen, die Zwiebeln darin anbraten. Mehl drüberstreuen und mit Gemüsebrühe ablöschen. Gut mit dem Schneebesen verrühren. Hopfen waschen, hacken und unterrühren.
Die Suppe ca. 10 min leicht kochen lassen, mit der Sahne verfeinern und mit den Gewürzen abschmecken.
Mit Basilikum dekorieren.
Die Suppe wirkt äußerst blutreinigend.
1 klein. Kaninchen
4 Rippen Stangensellerie
4 Karotten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Essl. Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Zweig Basilikum
1 Zweig Salbei
1 Zweig Rosmarin
Ganz wenig Estragon
1 Handvoll Hopfensprossen
Oregano
Nelken
Zimt
Wacholderbeeren
Muskatnuss
200 ml Hühnerbrühe
Das Kaninchen tranchieren. Falls es ein Wildkaninchen ist, dieses 2 Std. in fließendes Wasser legen, um den Wildgeruch zu vermindern. Das Gemüse waschen, fein schneiden, in Olivenöl andämpfen, salzen, pfeffern. Die Kaninchenstücke darauf legen, alles eine Viertelstunde durchdämpfen.
Die fein gehackten Kräuter und die Gewürze zugeben, alles gut vermengen, mit der Brühe ablöschen, zugedeckt im auf 15O Grad vor geheizten Ofen 1 1/2 Std. schmoren lassen. Evtl. nach der halben Garzeit noch mehr Brühe beigeben.
Baldrianwurzel 20g
Hopfenzapfen 20g
Melissenblätter 20g
Lavendelblüten 20g
Kamillenblüten 20g
Ein EL dieser Teemischung auf eine Tasse Wasser als Aufguss zubereitet- Morgens und abends eine Tasse trinken
Hopfenzapfen 50g
Baldrianwurzel 30g
Johanniskraut 20g
1-2 Tassen abends als Aufguss aus 1 EL der Mischung auf eine Tasse Wasser. Falls man die Drogen gepulvert bekommt, nimmt man von der Pulvermischung 1 Messerspitze mit honigsüßer Milch.