
lat. Bezeichnung: Arctium lappa
Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae)
Bezeichnung: Große Klette, Dollenkraut, Klattendiestel, Letsche, Haarballe, Wolfskraut, Haarwachswürze
Beschreibung: Die zweijährige Pflanze wird bis zu 1,50 m hoch. Der Stengel ist stark verzweigt. Die grünen Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Die kugelförmigen Blüten sind rötlich bis purpurfarben.
Verwendete Teile:
Wurzel: Sammelzeit: März/April, September/Oktober
Blätter: Sammelzeit Mai-Juli
Verbreitung: Die Pflanze ist in Europa und Asien heimisch. Sie ist an Wegrändern und auf Schuttplätzen zu finden.
Inhaltsstoffe: Die Heilpflanze enthält ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Schleim und Harz.
Medizinische Wirkung:
Die Pflanze wird heute kaum noch verwendet. Früher wurde sie bei Hauterkrankungen und Magenleiden eingesetzt. Aber auch als Haarwuchsmittel fand die Heilpflanze Anwendung.
Rheuma, Gicht, Hautleiden, schlecht heilende Wunden, Geschwüre, Blutreinigung, Haarausfall
Warnung: Die Heilpflanze sollte nicht während der Schwangerschaft angewendet werden.
Der Gattungsname, der sich bereits bei
Dioskurides findet, leitet sich vermutlich vom griechischen árcteion, der Bär,
ab; möglicherweise wegen der wolligen Beschaffenheit der Blütenköpfchen. Der
Artname lappa wird bei Plinius als weiterer Gattungsname genannt und ist aus dem
griechischen labein = ergreifen, festhalten abgeleitet, womit auf die an den
Kleidern festhaftenden Früchte hingewiesen wird. Der mittelalterliche Name
bardana wird mit dem italienischen Namen "bard" (=Pferdedecke) in Verbindung
gebracht, offenbar im Hinblick auf die großen Blätter der Pflanze. Mit dem
deutschen Namen Klette wird ebenfalls der Begriff des Klebrigen, Anhaftenden zum
Ausdruck gebracht.
Tee:
2 gehäufte Tl geschnittene Klettenwurzel werden mit ½l kaltem Wasser übergossen, nach 5 Stunden kurz zum Sieden erhitzt, 1 min Sieden gelassen und dann abgeseiht. 3x tgl. 1 Tasse. Der Tee findet Verwendung als schweiß- und harntreibendes Mittel, zur Blutreinigung sowie bei Skrophulösen Katarrhen.
Klettenwurzöl
wurde bei Haarausfall verwendet. Dieses wird durch Erhitzen und Ausziehen der Wurzel mit Mandelöl hergestellt und zum Einreiben der Kopfhaut bei trockener Seborrhoe angewandt.
Die jungen Blätter und Triebe können als Spinat zubereitet werden