Pestwurz
lateinische Bezeichnung: Petasites hybrids
Volksnamen: Kraftwurz, Neunkraft, Falscher Huflattich, Bachpestwurz, Rote Pestwurz, Pestilenwurz
verwendete Teile: Blätter, Wurzeln
Inhaltsstoffe: Pyrrolizidinalkoide, Flavonoide, Petasin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Saponinie, ätherisches Öl
Eigenschaften: schmerzstillend, beruhigend, krampflösend, schleimlösend, harntreibend, schweißtreibend
Sammelzeit: April/Mai
Anwendungsgebiete: Migräne Heuschnupfen, Infektionskrankheiten, Neuralgien, Magenschleimhautentzündungen, Rheuma, PMS, Harnwegserkrankungen
Die Blätter der Pestwurz haben 9 Adern, besitzen neun Kräfte und sollen daher gegen 9 Krankheiten helfen. Daher hat sie auch den Namen "Neunwurz".
Der Name leitet sich von dem lateinischen Wort "petasus" oder griechisch "petasos" ab und ist die Bezeichnung für einen breitkrempigen Hut, den in der Antike griechische Schafhirten oder der griechische Gott Merkur trugen.
Ihren gebräuchlichsten Namen Pestwurz verdankt die Pflanze der Tatsache, dass sie als als Mittel gegen die Pest angesehen wurde. "Die lange Erfahrung bezeuget, daß diese Wurzel wider die Pest gar nutzlich gebraucht werde, daher man sie auch Pestilenz-Wurtzel nennet" schrieb ein Kräuterkundiger im 18. Jahrhundert. Damals wurde sie auch als teures Schönheitswässerchen für höhergestellte Damen verkauft. Von dieser Einschätzung ist man inzwischen abgekommen. Aber es war richtig, dass man die Pestwurz schon immer gegen Husten und Asthma eingesetzt hat.
Bei Vertretern dieser
Gattung handelt es sich um mehrjährige krautige Pflanzen mit großen,
grundständigen, gestielten Blättern. Die Pflanzen sind zweihäusig oder
einhäusig. Die Blüten sind eingeschlechtig oder zwittrig.
Die Blätter einiger Arten werden bis zu 30 bis 60 (bis 100) cm breit und sind die breitesten der heimischen Flora. Die Blätter werden gerne als Kopfbedeckung genutzt.
Tee aus Pestwurz
1 Teelöffel der Blätter werden mit einem 1/4 l kochendem Wasser übergossen und ungefähr 10 Minuten ziehen gelassen. Zwei Tassen pro Tag sind ausreichend.
Tee aus der Wurzel
Die Wurzel über Nacht in Wasser einweichen und dann bis zum Sieden erhitzen
Das Pulver aus der Wurzel in kleinen Dosen genommen dient als Wurmmittel und zur Behandlung schlecht heilender Wunden. Aber auch bei Steinleiden hat es sich bewährt.