Pfefferminze

lat. Bezeichnung: Mentha  piperita

 

Volksnamen: Edelminze, Gartenminze, Katzenkraut, Mutterkraut, Teeminze, Aderminze, Englische Minze

Verwendete Pflanzenteile: Blätter

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (u.a. Menthol), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Enzyme

Sammelzeit: im Frühsommer vor der Blüte

 

Die Pfefferminze wird ca. 30 – 100 cm hoch und hat kantige Stengel. Die feingesägten länglichen dunkelgrünen Blätter stehen kreuzgegenständig entlang des Stengels, an der Basis unterbrochene schwarze und bläulichlila gefärbte Blüten.

Wenn man an ihnen reibt, riecht man das typische Pfefferminzaroma. Sie vermehrt sich durch Wurzelausläufer, aus denen jeweils neue Pfefferminzpflanzen sprießen. Die Blätter riechen stark eigentümlich, flüchtig balsamisch, schmecken angenehm gewürzhaft, anfangs erwärmend, dann auffallend kühlend.

Die Pfefferminze (Mentha piperita) ist eine Heil- und beliebte Gewürzpflanze aus der Gattung der Minzen.

Es gibt zahlreiche, wildwachsende Minzarten, die in Europa heimisch sind. Zum Beispiel die Ackerminze, die Bachminze und die Frauenminze. Die besonders heilkräftige Edelminze (Mentha piperita) wird aber nur als Kulturpflanze angebaut. Sie soll gegen Ende des 17. Jahrhunderts auf einem englischen Minzfeld zum ersten Mal aufgetaucht sein, als Bastard von Krauseminze (Mentha crispa) und Bachminze (Mentha aquatica) Kultivierte Edelminze wächst auch in Indien, China und Japan, sowie in Nord- und Südamerika.

 

Wirkungsweise: entzündungswidrig, keimtötend, Galle treibend, krampflösend, schmerzstillend, antibakteriell, keimtötend, tonisierend

Verwendung: Blähungen, Durchfall, Gallenbeschwerden, Magenschmerzen, Übelkeit, Brechreiz, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, schmerzhafte Regel, Erkältungskrankheiten

 

Anwendung

Die Pfefferminze wird hauptsächlich als Tee angewendet. Hier hilft sie innerlich bei Magen- Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und den anderen Problemen Als ätherisches Öl kann man sie bei Erkältungen inhalieren. Für die äußerliche Anwendung kann man den Teeaufguss für Bäder, Waschungen und Kompressen verwenden.

Achtung!

Manche Menschen vertragen die Pfefferminze nicht. Sie bewirkt dann genau die Magenprobleme, bei denen sie eigentlich helfen soll. Solche Menschen sollten auf Pfefferminze verzichten. Eventuell wird die mildere Wasserminze besser vertragen.

Da die Blätter als wesentlichen Bestandteil ätherisches Pfefferminzöl enthalten werden sie gern als Tee und Gewürz verwendet. Als Heilpflanze wird die Pfefferminze besonders als Teeaufguss bei Kardialgie und Kolik, äußerlich zu aromatischen Kräutern, Umschlägen und Bädern benutzt. Dazu kommen auch Bitter-, sowie Gerbstoffe, somit hilft Pfefferminze bei den meisten Magen- und Darmbeschwerden sehr schnell. Auch hilft Pfefferminze die Galleproduktion in der Leber anzuregen.

 

 

Rezepte

 

Pfefferminz-Balsam

50 g Vaseline, 15 Tropfen Pfefferminzöl

Man erwärmt vorsichtig die Vaseline, bis sie geschmolzen ist und gibt unter Rühren das Pfefferminzöl dazu. Der Balsam wird in Döschen abgefüllt. Verwendung als Einreibung bei Kopfschmerzen und Erkältungen.

 

Pfefferminz-Knoblauch-Butter

150 g Butter, 1 Bund frische Pfefferminze, 1 Bund frische Zitronenmelisse, 2 Knoblauchzehen, 1 Teelöffel Kapern, 2 Esslöffel grüne Pfefferkörner, 1 Teelöffel weißer Pfeffer, Speisewürze, Salz

Die etwas angewärmte Butter wird schaumig geschlagen. Die Pfefferminze, Melisse und Knoblauch werden fein gehackt und zu der Butter gegeben. Kapern und Pfeffer werden mit einer Gabel zerdrückt und ebenfalls zur Butter gegeben. Alles wird gut verrührt und mit den restlichen Zutaten abgeschmeckt.

Die Pfefferminz-Knoblauch-Butter kann gut als Beigabe zu Steaks verwendet werden.

 

Apfel-Pfefferminz-Gelee

1 Bund frische Pfefferminze, 1 Zitrone, 1 kg Äpfel, 1750 ml Cidre, trocken oder Wasser, Einmachzucker, Weinbrand

Man schneidet von der Zitrone einige Streifen Schale ab, bindet diese mit der Pfefferminze zusammen und gibt diese zusammen mit den Äpfeln und mit 1250 ml Cidre oder Wasser in den Einmachtopf. Man lässt die Masse aufkochen und lässt bei schwacher Hitze etwa 25 Minuten köcheln, wobei man ab und zu umrührt. Die Äpfel sollten sehr weich gekocht sein. Man gibt die Masse in den sterilisierten Saftbeutel und lässt 2 bis 3 Stunden abtropfen. Die Fruchtmasse gibt man zusammen mit dem restlichen Cidre oder Wasser nochmals in den Einkochtopf, der vorher gereinigt wurde. Man kocht nun nochmals auf, lässt nochmals etwa 25 Minuten köcheln und gibt die Masse wiederum in den Saftbeutel zum Abtropfen.

Man gießt dann die beiden Saftmengen zusammen in den gereinigten Einkochtopf, gibt den Saft einer Zitrone dazu, kocht auf und lässt etwa 10 Minuten kochen. Jetzt löst man den Einmachzucker (1/2 Liter Saft 500 g Einmachzucker) unter Rühren darin auf und lässt weiter ca. 8 bis 10 Minuten sprudelnd kochen, bis der Gelierpunkt erreicht ist. Dann nimmt man den Topf vom Herd und läßt etwa 10 Minuten abkühlen.

Danach rührt man die gehackte Pfefferminze unter und füllt in die heißen, sterilisierten Gläser ab. Man lässt vollständig erkalten, deckt mit einer in etwas Weinbrand getauchten Wachspapierscheibe ab und verschließt die Gläser.

 

Pfefferminz-Pastillen

1 kg Raffinadezucker

1 bis 2 g Pfefferminzöl

 

Der Raffinadezucker wird gestoßen und fein gesiebt. Er wird mit Wasser zu einem dicken Brei angemacht, in einen Topf gegeben und über gelindem Feuer heiß gemacht. Hierauf rührt man Pfefferminzöl zu und gießt oder tropft vielmehr die Zuckermasse auf ein mit Mandelöl bestrichenes Blech in runde Plätzchen aus.