Rotklee

lat. Bezeichnung: Trifolium pratense

 

Volksnamen: Wiesenklee, Futterklee, Honigklee

Verwendete Teile: Blütenköpfe

Sammelzeit: Mai - September

Standort: sonnig, trocken bis mäßig feuchte, nährstoffreiche, tiefgründige Böden

Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, verschiedene Glykosiede, Isoflavone, phenolische Substanzen, Phytoöstrogene, Cumarin

 

Wirkungsweise:

Rotklee enthält hochwirksame Phytoöstrogene. Diese haben sich als hilfreich bei der Vorbeugung von Gefäßerkrankungen, zur Linderung allgemeiner Alterserscheinungen und bei der Linderung von Wechseljahresbeschwerden bewährt. Rotklee macht Sie zwar nicht jünger, kann aber helfen die Gesundheit zu stärken und das Wohlbefinden zu verbessern und ist in jedem Fall eine wertvolle Abwechslung im Speiseplan.

Auch in Form von Umschlägen zur Wundbehandlung ist eine Anwendung möglich. Auf Grund des Gerbstoffgehaltes kann der Rotklee bei Schleimhautentzündungen, auch bei Durchfall eingesetzt werden.

Rotklee ist ein in der Tiefe wirkendes Blutreinigungsmittel und ist als solches zur Behandlung chronischer, tief sitzender Leiden geeignet. Wende ihn bei Ekzemen, Psoriasis (Schuppenflechte), Krätze und jeder anderen chronischen Erkrankung der Haut an. Er wirkt Wucherungen entgegen, indem er durch Sympathiewirkung das Wachstum von Geweben normalisiert oder wieder ins Gleichgewicht bringt, und wird bei gut- wie bösartigen Wucherungen von Haut und Geschlechtsorganen angewandt. Jupiter ist der Planet der Expansion, somit auch des übermäßigen Wachstums von Gewebe. Er wird mit der  Entstehung von Krebs, von gut- und bösartigen Geschwüren, Warzen und Polypen in Beziehung gebracht. Dementsprechend sind die von ihm beherrschten Pflanzen, wie eben Rotklee, mit Erfolg äußerlich zur begleitenden und unterstützenden Behandlung von Krebsgeschwüren wie auch bei Gicht als schmerzlindernde Mittel angewandt worden. Rotklee beruhigt die Nerven und beseitigt durch Stress und Anspannung verursachte Kopfschmerzen sowie Krämpfe und nervöses Muskelzucken. Täglich in Form von Tee eingenommen, kann er sich auch bei chronischen Angstzuständen als hilfreich erweisen.

Rotklee ist ein Heilmittel für den weiblichen Geschlechtsapparat und kann - in Verbindung mit anderen Arzneien - bei schweren, beeinträchtigenden Störungen wie Endometriose (einer gutartigen Wucherung der Gebärmutterschleimhaut mit starken Beschwerden vor und während der Menstruation) und Dysmenorrhö (Menstruation mit kolikartigen Schmerzen) gute Ergebnisse zeitigen. Der Absud kann bei Pilzbefall und anderen lokalen Entzündungen zur Scheidenspülung verwendet werden, während Rotklee-Umschläge oder -Salbe ein gutes Mittel zur Erweichung der Milchgänge stillender Mütter sowie gegen Brustwarzenekzeme und Brustentzündung darstellen.

Rotklee kann auch als Lungenheilmittel angewandt werden: Er übt eine beruhigende Wirkung auf das Lungengewebe aus und ist daher bei hartnäckigem Husten von Nutzen. Der Tee kann bei Halsschmerzen als Gurgelmittel dienen. Da er die Funktionen von Leber und Gallenblase stimuliert, kann er sich darüber hinaus bei Appetitlosigkeit und Verstopfung als hilfreich erweisen. Rotklee-Umschläge können auch zur Behandlung von Fußpilz angewandt werden.

 

Geschmack und Verwendung in der Küche:

Als eiweißreiche Futterpflanze ist der Rotklee schon lange beliebt. Jetzt entdecken wir wieder mehr und mehr, was unsere Großeltern wussten und besonders in Notzeiten zu nutzen verstanden: Rotklee ist auch eine wertvolle und gesunde Nahrungspflanze. Für die Küche können sowohl die Blüten, als auch die Keimsprossen genutzt werden. Die Blüten eignen sich besonders gut für Salate. Früher verwendete man sie getrocknet und gemahlen, um Mehl zu strecken.

 

Die gesamte Pflanze kann auch als Tee genossen werden. Dazu trocknet man das gesamte, gerade erblühte Kraut.

 

Wissenswertes

Die drei Blätter des Klees galten früher als Sinnbild jeweils eines Aspektes der dreifältigen Göttin: Eines war die Maid - die junge Frau -, eines die Mutter - das Symbol der Fruchtbarkeit -, eines die Greisin - das Alter und die Weisheit. Nach einer anderen Tradition stellt das erste Blatt eines fünfblättrigen Klees Ruhm dar, das zweite Reichtum, das dritte treue Liebhaber, das vierte Gesundheit, und das fünfte repräsentiert, wie man glaubte, das Unglück.

 

 

Rezepte

 

Tee

4 – 6 getrocknete Blütenköpfe mit ¼l kochendem Wasser übergießen und 15 min ausziehen lassen. Nach dem Abseihen mit Honig süßen. 2- 3 Tassen Tee täglich zur Blutreinigung über 4 bis 6 Wochen trinken.

 

Kleesalbe nach Dr. Coffins gegen Wucherungen und Schwellungen

Fülle einen großen Topf mit Kleeblüten, bedecke diese mit Wasser und lass das Ganze eine Stunde lang sprudelnd kochen. Abseihen und auspressen. Fülle dann den Topf ein zweites mal mit frischen Blüten, gib den gewonnenen Absud hinzu und wiederhole die Prozedur. Abseihen. Lass jetzt die Flüssigkeit so lange simmern, bis sie zu einer teerartigen Substanz eingekocht ist, aber achte darauf, dass sie nicht  anbrennt, weil dies die Wirkung der Salbe beeinträchtigen würde.

Dosierung: täglich zweimal auf die betroffenen Hautpartien auftragen.

 

Kleeblütensaft

1l frische abgezupfte Kleeblüten (die grünen Kelche weggeben) mit der gleichen Menge Zucker vermengen und mit etwa 2 Liter kochendem Wasser übergießen. Drei in Scheiben geschnittene Naturzitronen dazugeben. Den Ansatz abgedeckt in die Wärme stellen und 2 Tage stehen lassen. Da die Blütenteile sich immer an der Oberfläche sammeln, muss mehrmals täglich umgerührt werden. Dann abgießen, dabei die Blüten gut auspressen. Die Flüssigkeit abmessen. Dieselbe Menge frische Blüten wiederum in die Schüssel geben und übergießen. Die Ziehzeit kann jetzt 3 Tage betragen. Dann abseihen und den Saft in sterile Flaschen füllen. Im Kühlschrank lagern und sehr bald verbrauchen.

Braucht man den Sirup für den Winter, muss man ihn durch Aufkochen sterilisieren.