Salbei
lat. Bezeichnung: Salvia officinalis
Volksnamen: Salver, Salbine, Kreuzsalbei, Scharfleikraut, Zuffen, Schmale Sophie
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (d-Kampfer, Thujon, Cineol, Terpene), Gerbstoff, Harz, Saponine, Bitterstoffe, ein östrogener und ein schweißhemmender Wirkstoff
Sammelzeit: Mai oder September (vor oder nach der Blüte)
Salbei (Salvia) ist eine Gattung der Lippenblütengewächse (Lamiaceae), der Name (lat. salvare = heilen) bezieht sich aber auch auf den für Küche und Medizin wichtigen Küchen- oder Heilsalbei (Salvia officinalis).
Außer dem Heilsalbei gibt es noch eine Reihe weiterer Salbeiarten. Am häufigsten findet man in Deutschland den Wiesensalbei (Salvia pratensis), dem aber durch den geringen Anteil an ätherischen Ölen kaum Bedeutung zukommt.
Der Salbei gehört zu den mediterranen Kräutern, bei uns aber gedeiht er auch sehr gut. An der richtigen Stelle im Garten wuchert er über mehrere Quadratmeter, und man muss aufpassen, das er andere Pflanzen nicht verdrängt.
Durch seine zusammenziehende und desinfizierende Wirkung wirkt er gut bei Halsschmerzen und ist bei Halsentzündungen aller Art die Pflanze der Wahl. Auch für deine schweißhemmende Wirkung ist der Salbei bekannt.
Wirkungsweise: antiseptisch, entzündungswidrig, krampflösend, schmerzstillen, zusammenziehend, schweißhemmend, milchhemmend
Verwendung: Hemmung der Milchsekretion, Abstillen, Kehlkopfkatarrh,
Mandelentzündungen, Mundschleimhaut- und Rachenentzündungen, Magen-Darm-Katarrh, Durchfall, Raucherhusten, starkes Schwitzen, Nachtschweiße, Insektenstiche
Salbei 80g, Ackerschachtelhalm 10g, Baldrianwurzel 10g
1 Esslöffel auf 1 Tasse Wasser zum Aufguss verwenden. Vor dem Schlafengehen trinken.
Man mische Salbei mit Kamille zu gleichen Teilen. 2 gehäufte Teelöffel dieser Mischung mit ¼ l kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ausziehen. Nach dem Abseihen ist der Tee gebrauchsfertig und tut bei Wunden als Wundumschlag oder feuchter Verband sowie zum Gurgeln und Spülen bei Entzündungen im Mund-/Rachenbereich Gutes
Bei offenen Beingeschwüren kann man anfänglich wegen zu großer Empfindlichkeit meist nur Kamille verwenden, später wird die Heilung durch folgende Mischung günstig beeinflußt:
Beinwellwurzel 60g, Ringelblumenblüten 20g, Salbeiblätter 20g
Aus 1 Esslöffel der Mischung je Tasse Wasser bereitet man eine Abkochung, die man zu Spülungen und Auflagen benutzt.
Bei eiternden Wunden verwendet man eine Mischung aus Salbei, Goldrute und Hirtentäschel:
Salbeiblätter 50g, Goldrutenblätter 30g, Hirtentäschelkraut 20g
Die Abkochung aus 1 Esslöffel der Mischung auf 1 Tasse Wasser benutzt man zu Spülungen und Verbänden
Man mische Kamille, Salbei und Thymian zu gleiche Teilen und nehme 3 gehäufte Teelöffel auf 2 Tassen kochendes Wasser. Sofort anfangen mit der Inhalation. Hilft ausgezeichnet bei (eitrigen) Nasennebenhöhlenentzündungen, die oft einhergehen mit Entzündungen der mittleren und unteren Atemwege.. Löst Nasensekret und Schleim aus den Bronchien und es desinfiziert.
Ein reines Salbeidampfbad ist gut gegen fettige Haut
Man verwende möglichst die frischen Blätter. Wie alle aromatischen Küchenkräuter kann man sie fein gehackt kurz vor dem Servieren sämtlichen Suppen, Eintöpfen und Gemüsegerichten beigeben. Fisch, Lamm und Leber lassen sich mit Salbei aromatisch und bekömmlich zubereiten. Unter Quark und Weichkäse gemischt, ergänzt Salbei Schnittlauch und Zwiebel vorzüglich..
Salbei verlängert die Haltbarkeit der Speisen.
Apfelmarmelade mit Salbei
2-3 kg noch grüne Äpfel auf 1 kg Apfelmus, 75 dag Zucker, 1 Handvoll Salbeiblätter 1. Die Äpfel waschen, vierteln, mit Wasser bedeckt kochen, passieren. 2. Drei Viertel der Apfelmenge Zucker mit dem Apfelmus und dem Büschel Salbei kochen, bis die Masse geliert, den Salbei herausnehmen, die Marmelade in Gläser füllen und gut verschließen.