lat. Bezeichnung: Plantago lancelota
Volksnamen: Spießkraut, Lungenblattl, Schlangenzunge, Spitzfederich, Roßrippe, Wegetritt, Straßenbraut, Heufressa
Verwendete Pflanzenteile: Blätter vor der Samenreife, Frischsaft
Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamin C, antibiotische Stoffe, Iridoidglykoside wie Aucubin, Catalpol u.a
Sammelzeit: Mai - August
Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist eine krautige Staudenpflanze von 5 bis 50 Zentimeter Höhe. Das Wort Wegerich kommt aus dem Althochdeutschen. In ihm stecken wega (=Weg) und rih (= König).
Er besitzt eine reich verzweigte Wurzel, die bis zu 60 cm in die Tiefe reichen kann. Alle Laubblätter, in einer Rosette zusammenstehend, sind spitz, schmal, lanzettlich und ohne Stängel. Während der Blütezeit zwischen Mai und September treibt er dichte, walzliche Ähren mit verhältnismäßig kleinen, unscheinbaren Zwitterblüten, die vom Wind bestäubt werden
Er wächst an Wegrändern und auf Wiesen, vereinzelt auch in Pflasterritzen. Er gehört, nicht wie der Breitwegerich, nicht zu den "trittfesten Pflanzen".
Die Vermehrung erfolgt über die klebrigen Samen, die an Tierpfoten, Schuhen und Rädern haften. Ursprünglich in Europa heimisch, hat sich die Pflanze inzwischen weltweit verbreitet.
Wirkungsweise: harntreibend, schleimlösend, Auswurf fördernd, verdauungsfördernd, zusammenziehend, Stoffwechsel anregend, wundheilend, blutstillend, schwach antibiotisch
Verwendung: Bronchitis, Insektenstiche, Katarrhe der oberen Luftwege, Magen- und Darmschleimhautentzündungen, Quetschungen, blutende Wunden., Blähungen, Asthma, Keuchhusten, Appetitlosigkeit, Kreislaufschwäche, schlecht heilende Wunden
Er ist ein wichtiges Hustenmittel und hat außerdem gute Fähigkeiten bei der Wundheilung.
Wenn man sich in der freien Natur verletzt hat und hat weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei, hilft es, ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze bedecken.
Vom frischen Presssaft nimmt man täglich nüchtern einen Esslöffel mehrere Wochen lang, besonders zut Blutreinigung im Frühjahr und als unterstützendes Mittel bei Tbc, exsudativer Blutentmischung und Bindegewebsschwäche.
Rezepte
1 Esslöffel auf 1 Tasse Wasser als Aufguss. 2-3 Tassen täglich.
Huflattichblätter 20g, Spitzwegerichblätter 20g, Hauhechelwurzel 30g, Veilchenwurzel 30g
Von der Abkochung aus 1 Esslöffel der Mischung auf 1 Tasse Wasser trinkt man mit Zitrone und Honig 1-3 Tassen möglichst warm